Tarifvertrag versicherung agv

Im Juli 2011 unterzeichneten der Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland (AGV) und die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) einen neuen Tarifvertrag für die Versicherungswirtschaft, an dem rund 160.000 Büroangestellte betroffen sind. Die Verhandlungen wurden von mehreren symbolischen Streiks begleitet. Laut einer Pressemitteilung von ver.di haben sich im Juni und Juli 2011 rund 10.000 bzw. 7.700 Versicherungsbeschäftigte an Arbeitskampfmaßnahmen beteiligt. Im Juli 2011 unterzeichneten die deutschen Sozialpartner in der privaten Versicherungswirtschaft einen Tarifvertrag für 160.000 Büroangestellte der Branche. Nach vier Gesprächsrunden und Streikaktionen einigten sich der Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen und die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft auf eine gestaffelte Lohnerhöhung von insgesamt 5,2 % und eine Pauschalzahlung von 350 Euro. Die Arbeitgeber sagen, sie könnten sich den Deal nur leisten, während die Gewerkschaft betont, dass sie einen Rückgang der Standards verhindert hat. Alle drei Verträge laufen bis zum 31. Dezember 2013.

AGV und ver.di einigten sich jedoch darauf, im Januar 2012 neue Gespräche über den aktuellen Rahmenvertrag der Branche aufzunehmen. Obwohl zunächst alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden sollten, können sich die Verhandlungsparteien manchmal nicht durch offene Verhandlungen einigen. In diesem Fall können die Parteien entscheiden, zum Schiedsverfahren zu gehen. In den Vereinigten Staaten gab es 2015 14,8 Millionen Gewerkschaftsmitglieder und 16,4 Millionen Personen, die von Tarifverhandlungen oder Gewerkschaftsvertretungen betroffen waren. Die Mitgliederzahl der Union betrug 7,4 % im privaten Sektor, im öffentlichen Sektor jedoch 39 %. In den fünf größten Bundesstaaten hat Kalifornien 15,9 % Gewerkschaftszugehörigkeit, Texas 4,5 %, Florida 6,8 %, New York 24,7 % (der höchste im Land) und Illinois 15,2 %. [4] Darüber hinaus verhandelten AGV und ver.di im August 2011 über eine Pauschalzahlung von 350 Euro, obwohl Die Beschäftigten der unteren Lohngruppen A, B und I, II, eine höhere Einmalzahlung von 450 Euro erhalten. Die Jahresvergütung der Auszubildenden in der Versicherungswirtschaft wird zum 1. September 2011 um 25 € und am 1.

Oktober 2012 um den gleichen Betrag erhöht. Die Ursachen für einen höheren oder niedrigeren Tarifabschluss werden weithin diskutiert. Häufige Ursachen werden oft als folgende identifiziert: AGV und ver.di haben auch die bestehenden Vereinbarungen über Die Altersteilzeitabkommen und den Schutz bei Restrukturierungsmaßnahmen (Rationalisierungsschutzabkommen) verlängert. Auch die Vereinbarung über den Arbeitszeitkorridor in der Branche wurde erneuert. Dies ermöglicht die Verkürzung oder Verlängerung der Arbeitszeit in Versicherungsunternehmen innerhalb bestimmter Grenzen. Um diese Möglichkeit nutzen zu können, müssen die Sozialpartner auf der Ebene der Niederlassungzunächstein zunächst eine Betriebsvereinbarung zu diesem Thema aushandeln. Der neue Tarifvertrag, den die AGV auf ihrer Website detailliert beschreibt, wurde für einen Zeitraum von 24 Monaten abgeschlossen und läuft am 31. März 2013 aus. Die Sozialpartner haben sich auf eine gestaffelte Lohnerhöhung geeinigt. Die erste Erhöhung um 3 % tritt am 1. September 2011 in Kraft. Die zweite, 2,2 %, wird am 1.

Oktober 2012 eingeführt. Am 29. März 2011 wurde die erste Tarifrunde gestartet. Ver.di forderte für jeden Mitarbeiter eine Lohnerhöhung von 6 Prozent oder mindestens 150 Euro mehr pro Monat. Die Arbeitgeber lehnten dies zunächst ab und machten kein Gegenangebot. In der nächsten Verhandlungsrunde forderte die AGV jedoch unter anderem eine Änderung des Lohnbesoldungssystems und die Möglichkeit der Unternehmen, aufeinanderfolgende befristete Verträge ohne objektive Begründung (Sachgrundlose Befristung) für vier statt der laufenden zwei Jahre abschließen zu können (siehe Tarif-Nachrichten, Ausgabe 2/2011).